Kurzantwort: Eine defekte Abwasserpumpe zeigt sich durch Rückstau, ungewöhnliche Geräusche, Fehlermeldungen oder das vollständige Ausbleiben der Förderleistung. Sofortmaßnahme: Anlage ausschalten, Abflüsse sperren, Fachbetrieb rufen.
Was ist eine Abwasserpumpe oder Hebeanlage?
Wenn Abwässer unterhalb der Straßenkanalanschlusshöhe anfallen, also zum Beispiel im Keller oder in einem Tiefgeschoss, können sie nicht mit natürlichem Gefälle in den öffentlichen Kanal abgeleitet werden. Eine Hebeanlage oder Abwasserpumpe übernimmt dann das Hochpumpen des Abwassers auf das notwendige Niveau. In vielen Bremer Kellerbadezimmern, Tiefgaragen und Reihenhäusern sind solche Anlagen verbaut.
Typische Anzeichen für eine defekte Abwasserpumpe
- Rückstau: Wasser läuft nicht ab, sondern tritt aus dem Bodenablauf oder der Toilette zurück.
- Dauerbrummen oder Summen: Die Pumpe läuft, fördert aber kein Wasser mehr.
- Stilles Versagen: Die Pumpe springt gar nicht mehr an - oft durch eine ausgelöste Sicherung oder einen Motorschaden.
- Fehlermeldung am Bedienfeld: Moderne Anlagen zeigen Störungen durch Leuchtdioden oder digitale Displays an.
- Alarmsummer: Viele Hebeanlagen haben einen integrierten Überlaufalarm, der auslöst, wenn der Sammelbehälter voll ist und die Pumpe nicht fördert.
Häufige Ursachen
Fremdkörper im Laufrad
Feuchttücher, Hygieneartikel, Haare und Reste von Wattestäbchen können das Laufrad der Pumpe blockieren. Das ist eine der häufigsten Schadensursachen überhaupt. Die Pumpe läuft dann im Leerlauf, erwärmt sich und schaltet durch den Thermoschutz ab.
Verschleiß und Alter
Abwasserpumpen haben eine begrenzte Lebensdauer. Nach zehn bis fünfzehn Jahren lässt die Förderleistung nach, Dichtungen werden spröde und Lager verschleißen.
Elektrische Störung
Ausgelöste Sicherungen, Motorwicklungsschäden durch Überhitzung oder feuchtigkeitsbedingte Kurzschlüsse können dazu führen, dass die Pumpe nicht mehr anspringt.
Sofortmaßnahmen bei Ausfall
- Anlage sofort ausschalten oder Sicherung trennen, um Motorschäden durch Trockenlauf zu verhindern.
- Alle angeschlossenen Abflüsse sperren: Toilette nicht mehr benutzen, Waschmaschine nicht starten.
- Gesammeltes Abwasser im Behälter nicht ablassen oder umfüllen - das ist Sache des Fachbetriebs.
- Fachbetrieb rufen - bei Rückstau und drohenden Sachschäden gilt das als Notfall.
Was macht der Fachbetrieb?
Ein Klempner oder Hebeanlagen-Spezialist in Bremen prüft zunächst die Elektrik und das Laufrad. In vielen Fällen genügt eine Entstörung oder das Herausziehen des blockierenden Fremdkörpers. Bei Motorschaden oder starkem Verschleiß muss die Pumpe ausgetauscht werden.
Wartung vorbeugend durchführen
Hebeanlagen sollten mindestens einmal jährlich gewartet werden. Die Norm DIN EN 12050 empfiehlt regelmäßige Sichtprüfungen und Funktionskontrollen. Durch eine Wartungsvereinbarung mit einem Fachbetrieb in Bremen lassen sich viele Ausfälle vermeiden und die Betriebskosten langfristig senken.